Hallo,
vor gut einer Woche hatte unser Tochter einen Unfall. Sie war auf dem Rückweg von einem Jugendgottesdienst und hatte auch das Auto voller mitfahrender Jugendlicher aus der Gemeinde. Alle sind unverletzt - Gott-sei-Dank. Sie rutschte bei glatter Fahrbahn in den Graben und dort direkt auf ein anderes Fahrzeug. An unserem Auto entstand Totalschaden, es war nur noch 5500 Euro wert.
Wir haben inzwischen alles "abgeklopft" und müssen feststellen, dass wir außer einem kleinen Betrag aus der Teilkasko wohl nichts kriegen (Vollkasko hatten wir zum 1.1. rausgenommen).
Nun ist es so, dass es sich um eine "Dienstfahrt" für die Gemeinde handelte. Leider hatte die Gemeinde aber auch keine Versicherung. Dennoch ist unstrittig, dass die Gemeinde "rechtlich" haftet. Die Ältesten haben auch erklärt, dass sie bereit sind, unseren Schaden zu tragen.
Allerdings haben das zwei der Älteste mit dem "geistlichen Aspekt" verbunden. Wenn ich das richtig verstanden habe, meinen sie, wir sollten das von Gott als gegeben ansehen und den Schaden übernehmen. Ihm zu vertrauen sei angesagt, nicht das Einfordern der Haftung durch die Gemeinde.
Wir sind seit einem Jahr in einer angespannten finanziellen Situation. Wir brauchen das Geld nicht ganz konkret, aber es in gewisser Weise "der letzte Notgroschen". Ich weiß, dass mir eine Rücklage etwas Ruhe gibt angesichts einer sehr unsicheren Einkommenssituation (ich bin selbstständig und hatte im letzten Jahr u.a. Monate mit 300 Euro Umsatz).
Natürlich weiß ich, dass ich primär auf Gott vertrauen muss statt aufs Geld. Andererseits erwartet Gott doch verantwortungsbewusstes Handeln von mir. Ist es verantwortungsbewusst, auf Geld zu verzichten, nur weil die Gemeinde "Gläubiger" ist? Bei einer Versicherung würde ja auch keiner auf die Idee kommen zu verzichten...
Bin sehr auf Meinungen gespannt!!!
Liebe Grüße,
Anonym
(weil ich nicht will, dass die Gemeinde "ermittelt" werden kann)


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